Sehr geehrter Herr Uibel,
auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse führten wir ein kurzes Gespräch am Stand des Block-Verlages und Sie waren so freundlich, mir den ersten Band von „… und frage deine Väter“ zukommen zu lassen.
Nach der Lektüre desselben ist es mir ein Bedürfnis, mich auf diesem Weg bei Ihnen zu bedanken. Für viele meiner Generation ist es nicht mehr möglich, die „Väter“ (direkt) zu befragen zu den Ereignissen, die Sie schildern. Umso wichtiger ist es, die von Ihnen und anderen mitgeteilten Begebenheiten lesen zu können.
Nicht nur habe ich Geschichtliches erfahren dürfen, das mir neu war; die Darstellung der Zusammenhänge in Oberschlesien habe ich noch nicht so anschaulich dargestellt gefunden.
Auch die Zeichnung der Charaktere und die Schilderung der alltäglichen häuslichen Dinge ist aufs Beste gelungen und hat mich mitunter sehr gerührt. Bei Kubischs wartete ich mit Frieda und Herta auf den Vatl und roch den Duft des Streuselkuchens. Mein eigener Tee ist während des Lesens dieser Kapitel lange kalt geworden.
Noch bedeutsamer machen mir Ihr Buch die moralischen und religiösen Fragen (Gut und Böse), die in Gesprächen Ihrer Vorfahren aufgeworfen werden. An ganz konkreten Handlungsweisen lassen sich hier Vorbilder finden, an denen der Leser sein eigenes Verantwortungsbewusstsein schulen und weiter entwickeln kann.
Darf ich Sie bitten, mir auch Band 2 und 3 zu senden? Legen Sie die Rechnung gerne wieder bei.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe sehr herzlich
Ihre Leserin Eva F.

